Angesichts der Traktandenliste erstaunt es nicht, dass sich 94 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger im Foyer des OZL einfanden, um über diverse Sachgeschäfte zu befinden. Allerdings lichteten sich die Reihen merklich, nachdem die Frage der Subventionierung des U-Abonnements für Bättwiler Schüler/innen am OZL durch die Gemeinde entschieden war.
Die Diskussion über das U-Abo dauerte weit über eine Stunde; sachlich fundierte aber auch einige lustige Voten kamen aus der Runde. Zudem wurde ein weiterer Antrag eingebracht, der anstelle der vollen Bezahlung (dringliche Motion K. Thüring) die Subventionierung während der Wintermonate Oktober bis März beinhaltete. Dies bewirkte gleichzeitig auch eine kurze Debatte über den korrekten Abstimmungsmodus.
Letztlich setzte sich nach den notwenigen Mehrfachabstimmungen der Gegenvorschlag des Gemeinderates mit 53 Ja- und 23 Neinstimmen bei einigen Enthaltungen durch, der eine Subventionierung gestaffelt nach dem Referenzeinkommen (Satzbestimmendes Einkommen + Liegenschaftskosten) vorsieht. Hier die genehmigte Staffelung.
Für angeregte bis beinahe hitzige Diskussoionen und Fachsimpeln unter Pferdehaltern sorgte auch das neue Equidenreglement. Die Versammlung hiess zwei eingebrachte Änderungen (Wortlaut von 1.2.3 und Beginn der Steuerpflicht in 1.4.3 mit 3 Jahren anstatt 6 Monaten) gut und genehmigte das Reglement mit 54 Ja-Stimmen.
Auch das Reglement über Grundeigentümerbeiträge und -gebühren wurde letztlich mit einer kleinen Änderung bewilligt. Hier wurde mit minimalem Stimmenmehr der Berechnungsfaktor für die Anschlussgebühren von Bauten in der Industriezone reduziert.
Nachtrag: Dieser Entscheid steht noch nicht fest. Der GR hat beim Amt für Gemeinden die Aufhebung dieses Beschlusses beantragt.
Schon beinahe zügig konnten die weiteren Traktanden behandelt werden: die kleinen Anpassungen im Baureglement wurden nach Kurzdiskussion über die Bedeutung des Wortes "Baubehörde" angenommen. Auch der Bildung einer Jugend-, Sport- und Kulturkommission wurde zugestimmt.
Nach einer kurzen Fragerunde und den Gute-Nacht-Wünschen des Gemeindepräsidenten traten die letzten Ausharrenden gegen halb zwölf den Heimweg an.


